Linux-Desktop im Unternehmenseinsatz – ein Fallbeispiel

Termin: Samstag, 12:30 , Raum V5

Linux auf dem Client, noch dazu im Unternehmensumfeld, ist weiterhin ein schwieriges Thema. Spektakuläre Fehlschläge (wie in München) dominieren die Medien, leise Erfolgsgeschichten bleiben weitgehend unsichtbar. s&p hat es gewagt. Die Herausforderung war immens, drei Aufgaben waren gleichzeitig zu erfüllen: zum ersten der Umstieg auf Linux für zumeist mobile Arbeitsplätze (Notebooks, Anwender viel unterwegs). Zusätzlich sollte die bisherige lokale Verwaltung (jeder User war lokaler Admin und hat sich seinen Rechner weitgehend selber eingerichtet) durch eine zentrale Verwaltung der Arbeitsplätze abgelöst werden. Nicht zuletzt galt es die Unterstützung branchenspezifischer Software (welche zumeist nur unter Windows lauffähig ist) zu erhalten.

Die Migration sollte schnell erfolgen, maximal ein Tag pro Gerät musste reichen: die Anwender geben ihr Notebook mit Windows 7 morgens in der IT ab, am nächsten Morgen holen sie sich das gleiche Notebook nun mit Linux wieder ab und arbeiten genau da weiter, wo sie am Vortag aufgehört haben. Hauptziel der Geschäftsleitung war eine Verbesserung der Sicherheit. Insbesondere der Zugriff auf Web und Mail darf nur unter Linux erfolgen, Windows-Programmen ist der Zugang zum Internet auf das zum Funktionieren minimal notwendige Maß zu beschneiden. Wir beschreiben, mit welchen Mitteln und Methoden dieses Projekt vorbereitet wurde, wie sich die Umsetzung in der Praxis gestaltet hat und wie die neue Umgebung von den Anwendern angenommen wird. Dabei gehen wir auch auf die Probleme ein, zeigen die Beschränkungen von Linux auf und beleuchten vor allem die organisatorischen Komponenten dieses Projektes.

Erwünschte Vorkenntnisse: Nicht erforderlich, Grundkenntnisse Linux, Windows 10 und Active Directory sind hilfreich

Weitere Informationen: Kurz-Paper