Souveränität im Smart Home-(F)OSS alleine ist keine Lösung

Referierende:

Andx (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, TU Chemnitz)

Karola Köpferl (Wissenschaftlerin, TU Chemnitz)

Dr. Albrecht Kurze

Termin: So, 13:00 - Raum V2 - Dauer 60 Min.

Smart Home steht für Komfort, Sicherheit und Effizienz. Wer keine Lösungen großer Plattformanbieter nutzen möchte, setzt oft auf selbst gehostete Setups, Home Assistent und FOSS Tools. Das gibt ein Gefühl von Unabhängigkeit und Souveränität. Doch auch Open Source, lokaler Betrieb und der Verzicht auf Cloud-Dienste garantieren keine Privatsphäre, denn schon scheinbar harmlose Sensordaten wie Bewegung, Licht, Temperatur, Luftfeuchte oder Luftqualität sind im privaten Raum erstaunlich aussagekräftig. Sie erlauben Rückschlüsse auf Gewohnheiten, Anwesenheit und soziale Situationen – ein Potenzial, das unterschätzt wird. Umso mehr lohnt es sich, die Datenspuren zu betrachten, die smarte Geräte im Alltag erzeugen. Im Vortrag gehen wir drei Fragen nach: Wie aussagekräftig sind einfache Sensordaten? Welche Folgen für die Privatsphäre ergeben sich daraus – bis hin zu Konflikten, Kontrolle oder Überwachung im Haushalt? Und wie lässt sich damit umgehen? Wir zeigen Beispiele aus eigener Forschung in realen Haushalten, erläutern Technik und Methodik und stellen unser Format „Daten-Raten“ vor. Ziel ist es, Annahmen über Smart Home, Kontrolle und Privatsphäre kritisch zu hinterfragen

Webseite: https://simplications.tucmi.de

Erwünschte Vorkenntnisse: Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten, egal ob sie schon ein Smart-Home betreiben oder nicht - oder auch ob ihr Zuhause demnächst “smart” werden soll, z.B. mit der Nach-/Umrüstung von smarten Rauchmeldern.