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Name: Stephan Kambor
Mail: st@linux-tage.de

BlinkenArea Movie Contest

Das Motto der Chemnitzer Linux-Tage 2009 lautet in diesem Jahr "wissen, was drin steckt" und deshalb kommt etwas neues dazu: Interaktion. Fast in der Mitte des Gebäudes steht, wie im letzten Jahr, das Projekt TroiCade der BlinkenArea. Ein 4,50 m x 3,40 m großes LED-Display mit 768 Pixeln. Jeder kann mitmachen und seine eigene(n) Animation(en) einsenden. Gesucht werden Filme im bml-Format mit der Auflösung 32x24 Pixel und mit bis zu 128 Graustufen. Solche Animationen kannst du z.B. mit dem Programm Blimp erstellen. Ein Thema ist nicht vorgegeben, jeder kann seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Alle rechtzeitig eingesendeten Filme können die Besucher das ganze Wochenende auf TroiCade bewundern. Die besten Animationen werden prämiert und die Gewinner am Sonntag im Veranstaltungsgebäude bzw. am Stand der BlinkenArea bekannt gegeben. Zu den Preisen gehören unter anderem ein Buchgutschein im Wert von 25 Euro und Linux-Tage Merchandising Artikel. Einsendeschluss für die Animationen ist Samstag, der 14. März 2009, 15 Uhr. Bitte schickt Fragen und Eure fertigen Animationen an st 'at' linux-tage.de. Die Preise können am Sonntag am Stand der BlinkenArea abgeholt werden bzw. wir schicken Sie euch zu, falls die Gewinner nicht vor Ort sind. Viel Spaß und viel Erfolg!

TroiCade in der Uni Magdeburg
TroiCade in der Uni Magdeburg
TroiCade auf den CLT2008
TroiCade auf den CLT2008

Hinweise & Tools zum Erstellen der Animationen

blm - Blinkenlights Markup Language

Die Blinkenlights Markup Language wurde von der Gruppe Projekt Blinkenlights eingeführt und hat sich für blinkende Anwendungen etabliert. Die Auflösung der Filme für TroiCade muss 32 x 24 Pixel betragen und es können bis zu 128 Graustufen verwendet werden. Eine genaue Beschreibung des Formates findes Du im Wiki der BlinkenArea.

Blimp - BlinkenLights Interactive Movie Program

Blimp ist in Java geschrieben und somit auf allen Plattformen ausführbar, für die es eine entsprechende Java Laufzeitumgebung gibt. Auf java.com kannst du Versionen für Linux, MacOS X, Windows und Solaris herunterladen. MacOS X Benutzer können über "Software Update" im Apfelmenü ihr Java aktualisieren. Blimp kann lokal als Applikation aber auch online oder offline mit einem Browser (Applet) verwendet werden.

Bei grafischen Oberflächen kannst du das jar file in der Regel mit einem Doppelklick öffnen. Wenn nicht, kannst du es mit java -jar Blimp.jar aus einer Konsole (Eingabeaufforderung) starten. Öffnest du es als Applet mit einem Browser, startet es automatisch.

Mit Blimp ist es möglich, Bilder bzw. Animationen zu erstellen oder zu veränden und sie dann z.B. im bml-Format zu speichern. Blimp bietet einige einfache Zeichenfunktionen und Effekte. Außerdem können Bilder und Bildsequenzen in gängigen Formaten wie png, jpg oder gif importiert werden. Du kannst also mit einem Animationsprogramm (was in der Regel kein bml speichern kann) einen 32 x 24 Film erstellen, als Bildsequenz speichern, in Blimp importieren und dann als bml speichern.

Scroller Perlscript

Mit diesem Script können Bilder, die größer als die gewünschte Ziel-Auflösung sind, in einen Film im bml-Format konvertiert werden, der das Bild durchscrollt. Ist das Bild zu hoch, wird es von oben nach unten gescrollt, ist es zu breit, von links nach rechts. Wenn die Ausgangsgrafik zu hoch und zu breit ist, wird im "ZickZack" von oben links nach unten rechts gescrollt. Die Geschwindigkeit ist einstellbar.

Um das Script benutzen zu können, wird Perl (z.B. ActivePerl - Perl Distribution für AIX, HP-UX, Linux, MacOS X, Solaris und Windows) und ein Programm, was Bilder im pgm-Format (Portable Gray Map) speichern kann (z.B. The GIMP - freies Grafikprogramm für Linux, BSD, Solaris, MacOS X und Windows), benötigt.

Wenn das Bild im pgm-Format (raw) vorliegt, kann das Script mit folgender Syntax aufgerufen werden:

perl scroller.pl <pgm-image> <width> <height> <bml-output> [<interval>]

<pgm-image> = Name des Quellbildes im pgm-Format (raw)
<width> = Breite die der Zielfilm haben soll (bei bluebox 98)
<height> = Höhe die der Zielfilm haben soll (bei bluebox 7)
<bml-output> = Name unter dem der Zielfilm gespeichert werden soll
[<interval>] = so lange wird ein Frame des Zielfilmes angezeigt (in ms)

Beispiel: perl scroller.pl testbild.pgm 32 24 testfilm.bml 120

Filme mit MPlayer in das bml-Format konvertieren

Um Filme z.B. im avi Format in das bml-Format zu bringen, kann MPlayer bemüht werden. Leider ist die Funktion nicht standardmäßig aktiviert. Das bedeutet, wenn du fertige Pakete benutzt, wie sie von diversen Linux-Distributionen bzw. für MacOS und Windows zum Herunterladen angeboten werden, funktioniert es nicht. Du musst Dir die Quellen laden und MPlayer selbst kompilieren.

MPlayer unter Linux kompilieren:

Quellen herunterladen
Wenn du die "Binary Codec Packages" benutzen möchtest, musst du Sie ebenfalls laden und in /usr/local/lib/codecs/ auspacken.
Sourcen auspacken
tar -jxf MPlayer-x.xx.tar.bz2
in das Verzeichnis wechseln
cd MPlayer-x.xx
configure mit Parameter --enable-bl aufrufen, um den bml Support einzuschalten
./configure --enable-bl
kompilieren
make
installieren
make install

Das zu konvertierende Video sollte in einer Auflösung vorliegen, die ein Vielfaches von 32 x 24 ist, z.B. 320 x 240. Es können auch andere Auflösungen verwendet werden, aber das Seitenverhältnis muss stimmen, sonst wird es nicht schön aussehen. Du solltest also lieber vorher einen geeigneten Ausschnitt wählen und es so beschneiden, dass das Seitenverhältnis stimmt. Praktisch ist es auch, vorher dass Video mit einem Jpeg-Codec zu encoden, da nur in diesem Format Schwarz auch wirklich als Schwarz ins bml Format übersetzt wird. Bei anderen Formaten z.B. mp4 oder Raw wird die erste Graustufe, nicht als 0 sondern als 1 gespeichert.

Hast du nun einen Video mit einer entsprechenden Auflösung, kann es konvertiert werden.

mplayer -vo bl:grayscale:file=test.bml -zoom -vf scale=32:24 test.avi
automatisch generiert am 28.10.2008