CLT-Level von Frozen Bubble

Linux-Tage-Weihnachtskalender: 23. Türchen

Martin Fiedler, Maik Hentsche, Antje Schreiber, 23.12.2008

txt2tags / Frozen Bubble

Will man gelegentlich nur ein paar einfache Gedanken und Sachverhalte zu Papier bringen, ist die Wahl des richtigen Tools recht schwer: OpenOffice? Zu klobig. LaTeX? Zu kompliziert. HTML? Da tippt man ja mehr Tags als Text. Plaintext allein macht aber auch nicht immer glücklich, ein bisschen Formatierung darf's dann doch sein. Dieses Dilemma löst txt2tags recht elegant: Das kompakte Python-Script transformiert Textdateien mit einem Minimum an Aufwand in (X)HTML, LaTeX und ein knappes Dutzend andere Formate. Die Eingabedateien brauchen dabei keine komplizierte Syntax, die (wenigen) Formatierungsregeln erinnern an gängige Wiki-Systeme. In weniger als 5 Minuten kommt man zu ersten Ergebnissen. Und man kann damit auch Weihnachtskalendereinträge vorbereiten (gekürzt):

Frozen Bubble
Maik Hentsche, Antje Schreiber
23.12.2008

Noch ein ganzer Tag bis Heiligabend. Alle Geschenke sind gekauft, der
Weihnachtsbaum ist geschmückt, der Gänsebraten vorbereitet, die Wohnung 
geputzt und alle bisherigen Türchen des CLT-Weihnachtskalenders
ausprobiert. Auf der Suche nach wartezeitverkürzenden Aktivitäten
bieten wir deshalb heute einen Tipp aus der Spiele-Kategorie:
**Frozen Bubble**.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach. Im oberen Bereich der Spielfläche
sind mehrere bunte Kugeln angeordnet. Im unteren Bereich erscheinen
ständig neue Farbkugeln in der Iglukanone. Die Ausrichtung der Kanone
nach links und rechts wird über die Pfeiltasten gesteuert. Damit müssen
die Farbkugeln so nach oben abgeschossen werden, dass sie mit den
bereits vorhandenen Kugeln Gruppen von mindestens drei gleichfarbigen
Kugeln bilden. Diese fallen dann nach unten ab. Außerdem werden alle
Kugeln mitgerissen, die nur an den abgeschossenen hängen. Kugeln können
auf direktem Weg oder durch Abprallen von den Wänden ihr Ziel erreichen. 
Letzteres ist häufig nötig, um Gruppen hinter großen Ansammlungen
zerstören zu können.

% Frozen Bubble Einzelspieler (Vorschau)
[[../ak/frozen1_klein.png] ak08_tuerchen_23_bild1.html]

usw.

Man muss eigentlich nur wissen, dass die ersten drei Zeilen für Dokumenttitel, Autor und Datum reserviert sind, der Rest ist praktisch selbsterklärend.

txt2tags ist in den meisten Linux-Distributionen ein Standard-Paket, das zwar nicht zum normalen Installationsumfang gehört, aber leicht aus dem Internet nachinstalliert werden kann. Für Debian- und Ubuntu-Systeme reicht beispielsweise ein einfaches "aptitude install txt2tags", für Fedora ein "yum install txt2tags". Danach kann man txt2tags schon auf die ersten Dokumente loslassen:

txt2tags -t xhtml frozenbubble.t2t

Mit dem Parameter '-t' sagt man txt2tags, welches Ausgabeformat man gerne hätte – in diesem Beispiel ist das XHTML. Das Ergebnis sieht dann (ausführlich) wie folgt aus:

Frozen Bubble

Maik Hentsche, Antje Schreiber

23.12.2008

Noch ein ganzer Tag bis Heiligabend. Alle Geschenke sind gekauft, der Weihnachtsbaum ist geschmückt, der Gänsebraten vorbereitet, die Wohnung geputzt und alle bisherigen Türchen des CLT-Weihnachtskalenders ausprobiert. Auf der Suche nach wartezeitverkürzenden Aktivitäten bieten wir deshalb heute einen Tipp aus der Spiele-Kategorie: Frozen Bubble.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach. Im oberen Bereich der Spielfläche sind mehrere bunte Kugeln angeordnet. Im unteren Bereich erscheinen ständig neue Farbkugeln in der Iglukanone. Die Ausrichtung der Kanone nach links und rechts wird über die Pfeiltasten gesteuert. Damit müssen die Farbkugeln so nach oben abgeschossen werden, dass sie mit den bereits vorhandenen Kugeln Gruppen von mindestens drei gleichfarbigen Kugeln bilden. Diese fallen dann nach unten ab. Außerdem werden alle Kugeln mitgerissen, die nur an den abgeschossenen hängen. Kugeln können auf direktem Weg oder durch Abprallen von den Wänden ihr Ziel erreichen. Letzteres ist häufig nötig, um Gruppen hinter großen Ansammlungen zerstören zu können.

Im Iglu wird jeweils schon die Kugel angezeigt, die als nächstes geladen wird, So kann man in gewissem Maße planen kann, welche Gruppierung man erreichen möchte. Beispielsweise könnte es in Abbildung 1 sinnvoll sein, die abschussbereite gelbe Kugel nicht mit den beiden freien gelben Kugeln auf der linken Seite zu vereinen. Stattdessen könnte man versuchen, sie so zu platzieren, dass erst mit der nächsten, bereits wartenden, gelben Kugel eine Vierergruppe erreicht wird. Derartige taktische Überlegungen sind in den unteren Leveln noch einfach oder gar nicht notwendig. In höheren Leveln werden sie aber unumgänglich. Das liegt einerseits an dem immer komplexer werdenden Aufbau der Ausgangskugeln, andererseits am Zeitdruck, der mit jedem Level zunimmt. Sobald die ersten Kugeln das Iglu oder den Boden erreicht haben, ist das Level verloren.

Langeweile ist eine Krankheit mit extrem hohem Ansteckungspotential. Frozen Bubble bietet auch hier Abhilfe. Mit dem Mehrspielmodus kann man zu zweit auf einem Rechner (im sogenannten Splitscreenmodus) gegeneinander spielen. Im lokalen Netzwerk oder im Internet können sogar bis zu fünf Bubblefreunde gegeneinander antreten. Fallen im Mehrspielermodus mehr als drei Kugeln, werden sie überzähligen dem Gegner auf sein Spielfeld transferiert. Bei mehr als einem Gegner werden die Kugeln gleichmäßig verteilt oder können durch Drücken von F1 bis F4 gezielt weitergereicht werden.

Aber Vorsicht: das Spiel birgt, besonders im Mehrspielermodus, ein gewisses Suchtpotential. Also nicht vergessen: Morgen ist Weihnachten!

Ohne Teamwork würden die Chemnitzer Linux-Tage nicht funktionieren. Wie bei diesem Eintrag ein Linuxprogramm mit Hilfe eines anderen Tools beschrieben wird, greifen auch die Funktionen unserer Teammitglieder ineinander. Weil Björn, der "Bauingenieur" unserer Webseite, sich nicht für einen der beiden Einträge entscheiden konnte, entstand das 2-in-1-Türchen. Maik Hentsche, zuständig für die Sponsoren, Antje Schreiber, seit 2005 im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig, und Martin Fiedler, Referent bei den CLT, haben es mit Inhalt gefüllt.

zuletzt bearbeitet am 23.12.2008 von Martin Fiedler, Maik Hentsche, Antje Schreiber