Tux im Nikolausstiefel

Linux-Tage-Weihnachtskalender: 6. Türchen

Marcus Weigel, 06.12.2008

VirtualBox

Jeder kennt das Problem: ein Programm existiert nicht für Linux, sondern nur für Windows, es ist jedoch zwingend für die Erfüllung einer Aufgabe erforderlich bzw. vorgeschrieben. Ein anderes weit verbreitetes Problem ist die Notwendigkeit einer Testumgebung für die Softwareentwicklung, wobei für jeden Test genau der selbe Ausgangszustand Voraussetzung sein soll. Jedoch ist das Aufsetzen eines Testsystems mühselig und die Wart- und Nutzbarkeit ist durch die zusätzliche native Installation auf dem Rechner begrenzt, schließlich muss man sich hierfür Konzepte u.a. für den Datentransfer zwischen den nativ installierten Betriebssystemen erarbeiten.

Diese Problematik lässt sich jedoch durch Virtualisierung weitestgehend entschärfen. Hierfür kann man z.B. Sun's xVM VirtualBox (früher innotek's VirtualBox) verwenden. Dabei existieren zwei Versionen: eine OSE-Version (Open Source Edition), welche unter der GPL v2 steht; bzw. eine Version welche unter der VirtualBox Personal Use and Evaluation License (PUEL) steht und somit zumindest für Privatpersonen kostenlos nutzbar ist.

VirtualBox kann hier heruntergeladen werden. Die OSE-Pakete sind jedoch auch oftmals in Linux-Distributionen enthalten. Die PUEL-Version kann man hier herunterladen bzw. das entsprechende Repository für Debian-basierte Distributionen finden.

Alle grundlegenden Virtualisierungsfunktionen werden sowohl von der OSE- als auch von der PUEL-Version unterstützt. Jedoch besitzt die closed-source Version zusätzliche, nützliche Features, z.B.:

  • USB-Geräte vom Host zum Gast durchreichen
  • SATA-Controller, um Festplattenzugriffe zu beschleunigen und den Prozessor weniger zu belasten
  • Gigabit Ethernet Controller zur schnelleren Datenübertragung
  • weitere findet man hier

Mithilfe von VirtualBox lassen sich Betriebssysteme virtuell auf einem Rechner installieren. Die größte Hürde besteht hierbei im Einrichten der Virtualisierungsumgebung. Das Anlegen von virtuellen Maschinen gestaltet sich hierbei einfach und die Installation des Betriebssystemes lässt sich dann wie auf einem physischen Rechner vornehmen.


Konfigurationsdialog einer virtuellen Maschine


Beispiel für ein virtualisiertes Windows XP

Marcus Weigel gehört zum CLT-Team und organisiert 2009 die Linux-Nacht.
zuletzt bearbeitet am 05.12.2008 von Marcus Weigel